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Archiv der Kategorie Kochecke

Es wurde ein Beitrag gewünscht…

also stelle ich zur Diskussion:

Was soll es am Samstag Abend zu essen geben?!

Wie komme ich zu dieser Frage? Na ganz einfach, da ich dieses Wochenende hier in Dresden verweile, wäre es somit mal wieder eine tolle Gelegenheit den Kochlöffel zu schwingen und ein leckeres kohlehydrat- und fettfreies Mahl zu kochen. Über die Attribute des Mahls können wir streiten, aber der Samstag steht (hoffe ich mal - also zumindest soll es nicht an mir liegen)!

Rumsülze…

auf speziellen Wunsch eines einzelnen Herren!

Zutaten (für 4 Personen):
500 g Schweinebraten - Reste vom Vortag oder so (darauf achten, dass es nicht grün ist)

  • 1 l ”Der gute Pott 54%” für den Sud (es geht auch jeder andere Rum)
  • 3 Lorbeerblätter (man verzichte bitte auf die Verwendung der vergoldeten)
  • 5 Pimentkörner
  • 1 EL Senfkörner
  • 5 Nelken (Rosen sind auch okay)
  • 1 Zwiebel
  • 12 Blatt Gelatine
  • 1 Tasse Weinessig
  • 2 TL Zucker (gestrichene TL)
  • 1 Tasse “Stroh 80″

Zubereitung:

  • Den guten Pott mit den Gewürzen und der geviertelten Zwiebel 10 Minuten kochen lassen.
  • Gelatine derzeit 4 Min. in kaltem Wasser einweichen, ausdrücken und dann im heißen Sud auflösen.
  • Schweinefleisch auf 4 Teller (meist nehme ich eine eckige, gläserne Auflaufform, da brauche ich auch nur die Hälfte des Sudes und kann den restlichen Rum trinken) verteilen, schön verzieren mit aufgeschnittenen sauren Gürkchen, dann den Sud darüber gießen und kaltstellen.
  • Vor dem Verzehr mit einer Tasse “Stroh 80″ übergießen.

Dazu schmecken Kartoffel- oder Nudelsalat mit viel Mayonaise.

Ich kann mir vorstellen, dass man die Sülze auch mit Resten von Wildschweinbraten und Ziegenbraten herstellen kann. Geht auch mit gebratenen Hühnerbrüstchen oder leckerem Rinderhirn (so hat man auch im Alter richtig was davon).

Nun denn, ich hoffe auch dieses Rezept findet hier begeisterte Freunde und von daher… viel Spaß beim “Rumsülze”n!

Thiels legendäre Basilikumnudeln…

oder wie man ganz einfach mit einem meiner modifizierten Lieblingsgerichte angeben kann… denn erfunden hats bestimmt ein Italiener und modifiziert nicht der Thiel ;)
Zutaten (für 4 Personen, Nährwert ca. 3 Millionen Kilokalorien pro Portion):

  • 500g Spaghetti (ich nehme ja sehr gern die Spaghetti No.72 von Buitoni mit 11 Minuten Kochzeit)
  • 200g gekochter Schinken (wenn es mal etwas mehr Dekadenz sein darf geht auch Parmaschinken)
  • 2 große Zwiebeln
  • 1 Glas Basilikum Pesto (für die Farbe)
  • 1 Topf frisches Basilikum
  • 3 Becher Schlagsahne (ich rate dringend von Sahneersatzstoffen ab… die Verwendung solcher Zutaten grenzt an Blasphemie!)
  • 120g Parmesan (am besten geriebenen verwenden ;)
  • Salz, Pfeffer, Rohrzucker
  • der Saft aus 2 Limetten und einer Zitrone
  • Öl
  • 0,3l trockener Weißwein oder Wasser

Zubereitung:

  • Am besten erst mal alle Zutaten in mittelgroße Stücke schneiden (Schinken etwa 0,5×1cm und Zwiebel 1×1cm -> der Basilikum wird gezupft!).
  • Die Nudeln in genügend Salzwasser kochen lassen (11 Minuten und sie sind herrliche bissfest). Es ist hier auch Jedem freigestellt ob er Öl in das Wasser gibt oder nicht, aber ich übernehme keine Haftung für verstopfte Nudelporen!
  • Die Zwiebeln in etwas Öl leicht glasig braten und den Schinken dazu geben. Beides leicht anbraten und dann das Basilikum Pesto unterrühren bis eine breiige Masse entsteht und anschließend den Weißwein oder das Wasser zugeben.
  • Nach kurzem Aufkochen die Sahne zugeben und gut durchrühren.
  • Wenn die Sahne leicht lauwarm ist einfach den Saft der Limetten und Zitronen zugeben, mit Pfeffer (man sollte ihn schmecken) und Salz (an den Schinken denken -> der ist hin und wieder auch salzig, so dass man sich schnell verschätzt, also kosten ist gefragt) abschmecken, bis eine leicht salzige Note heraus zu schmecken ist. Jetzt einfach drei bis fünf Esslöffel Rohrzucker (je nach Geschmack) unterrühren und leicht köcheln lassen (Vorsicht, dass die Sahne nicht kippt!).
  • Wenn alles schön heiß ist gibt man noch den frischen Basilikum und den Parmesankäse in die Soße und verrührt alles gut. Sollte die Soße noch zu dünnflüssig sein (das passiert wenn Milch oder ähnlich gruseliger Sahneersatz verwendet wurde), kann man einfach noch etwas Parmesankäse dazu geben. Hin und wieder bietet sich auch der Einsatz von Maisstärke an, aber hierbei muss man natürlich selbst entscheiden, welche Konsitenz man bevorzugt.
  • Die Spaghetti No. 72 sollten nun auch endlich fertig gekocht sein, so dass man sie abtropfen kann. Im Anschluss werden die Spaghetti mit der Soße serviert.
  • Es lohnt sich hierzu einen trockenen Weißwein, ein Becks, ein Radeberger oder einfach einen Sekt-Mango-Cocktail zu reichen. Die musikalische Begleitung kann je nach Stimmungslage frei gewählt werden, wobei mir aufgefallen ist, dass DeMo und Hardrock nicht so gut wirken wie die sanften Klänge von Norah Jones bei Kerzenschein - aber auch diese Entscheidung liegt natürlich bei den Essern!

So, wenn das tatsächlich mal jemand kochen möchte wünsche ich gutes Gelingen und vor allen Dingen einen guten Appetit und erinnert euch an die Worte des Lars - “Hm, ist das heute wieder versalzen oder ist hier wirklich Limette dran?”

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